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Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Doktorarbeit

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Doktorarbeit

| Am 31. Mrz 2017

Die Studienzeit ist vorbei. Sie hat dir Spaß gemacht und du hast gemerkt, dass dir vor allem das wissenschaftliche Arbeiten liegt? In dem Fall solltest du überlegen, ob du nicht Lust hast, an den Rand des Wissens der Menschheit zu gehen und das vorhandene Wissen ein wenig zu erweitern. Denn das ist die Grundidee einer Doktorarbeit.

Wenn du nicht die Wiedergeburt von Albert Einstein bist, wird dein Beitrag zur Wissenserweiterung recht klein sein. Das ist aber gar kein Problem. Für mich war es wichtig an den Rand des Wissens vorzudringen und ihn ein klein wenig nach außen zu verschieben. Das fühlte sich richtig an und war auch einer der Punkte auf meiner Löffelliste. ;)

Jetzt möchte ich dich dazu animieren, darüber nachzudenken, ob das Schreiben einer Doktorarbeit für dich in Frage kommt.

 

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für eine Promotion sind sehr unterschiedlich. Üblicherweise brauchst du jedoch ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium in der Disziplin, in der deine Doktorarbeit angesiedelt sein wird. In meiner Promotionsordnung (BWL) steht als Voraussetzung ein Prädikatsexamen. Deine Abschlussnote muss mindestens 2,5 betragen. Wenn du an einer Fachhochschule einen Abschluss in der Wirtschaftswissenschaft gemacht hast, brauchst du sogar einen Abschluss mit mindestens 1,5 und musst weitere Prüfungen ablegen.

Um die Voraussetzungen für dein Fachgebiet und deine gewünschte Uni zu finden, solltest du bei Google suchen. Du gibst „Promotionsordnung“, „dein Fachgebiet“ und die „gewünschte Uni“ ein. Die Promotionsordnungen sind in der Regel online als PDF verfügbar.

 

Die wichtigste Voraussetzung zum Anfertigen einer Doktorarbeit

Wenn du alle formalen Kriterien erfüllst, heißt das noch nicht automatisch, dass du einfach eine Doktorarbeit schreiben und einreichen kannst.
Du brauchst unbedingt einen Professor, der dich betreut und dir die Arbeit abnimmt. Niemand hat ein Anrecht auf eine Promotion. Ein Professor entscheidet alleine, ob er die Arbeit auf sich nehmen möchte, dich auf dem mühsamen Weg der Promotion zu begleiten.

 

Den richtigen Professor für deine Doktorarbeit finden

Deine erste Anlaufstelle wird meist ein Professor der Uni sein, an der du deinen Abschluss gemacht hast. Dieser kennt dich und deine Abschlussarbeit im Idealfall schon. So kann er auch einschätzen, ob du das Zeug dazu hast, eine Doktorarbeit zu schreiben.

Als Nächstes kannst du ausgeschriebene Stellenanzeigen für Doktoranden in deinem Fachbereich anschauen. Als Doktorand wirst du deinen Doktorvater bei seiner Lehre und Forschung unterstützen. Im Gegenzug hast du die Möglichkeit, eine Dissertation bei ihm einzureichen.

Wenn du lieber extern bei einem Unternehmen promovieren möchtest, bestehen oftmals Kooperationen mit Hochschulen und Professoren.

Passende Angebote findest du bei Academics, Hochschulkompass und Kimeta.

Wenn dies nicht der Fall ist, solltest du Professoren anschreiben und fragen, ob sie an deinem Thema interessiert sind. Wenn sie Interesse signalisieren, solltest du dich mit ihnen persönlich treffen und ausloten, ob ihr menschlich zusammen passt. Wie du eine gute Bewerbung verfasst, findest du hier und hier.

 

Es muss passen

Wenn es zwischen dir und deinem potentiellen Doktorvater menschlich und von euren Ansichten her nicht passt, solltest du ihn lieber nicht wählen.

Denn wie das Wort „Doktorvater“ schon sagt, wird er der Vater deiner Doktorarbeit sein. Er wird sie dir nur abnehmen, wenn sie ihm gefällt. Daher wirst du sie auch immer für ihn schreiben. Ehrlich gesagt wird deine Hauptaufgabe darin bestehen, ihn zufrieden zu stellen.

Die eben genannten Voraussetzungen sind die äußeren. Doch um den langen und teilweise auch steinigen Weg zu gehen, musst du ein paar Dinge mitbringen.

 

Was du mitbringen mussterfolgreiche Doktorarbeit

Wenn die folgenden Punkte auf dich zutreffen, hast du das Zeug für das Schreiben einer Doktorarbeit:

 

Du hast kein Problem damit, ein Einzelkämpfer zu sein

Am Ende deiner Promotionsreise bekommst du zwei extra Buchstaben an deinen Namen. Das ist ein sehr schönes Gefühl. Leider bist du der Einzige, der diese Buchstaben an der Ziellinie überreicht bekommt. Deshalb wird auch kein anderer die Dissertation für dich schreiben oder dich großartig dabei unterstützen.

Du bist Einzelkämpfer.

Wenn du nicht an deiner Doktorarbeit schreibst, wird es niemand tun.

Jedoch kannst du dich mit anderen Doktoranden zusammenschließen und ihr euch gegenseitig helfen. Ich habe das auch mit einem Freund getan und wir haben uns gegenseitig bei der Literaturrecherche und der Statistik unterstützt. Aber auch das geht nur bis zu einem gewissen Grad. Am Ende sitzt du alleine vor deinen Büchern und musst mehr als 200 Seiten zu Papier bringen.

 

Du kannst dich jahrelang motivieren weiterzumachen

Die durchschnittliche Dauer einer Promotion beträgt viereinhalb Jahre. Ich habe sogar sechs gebraucht. Da brauchst du einen langen Atem. Mir hat geholfen, das Ziel immer vor Augen zu halten. Deadlines für Teilabschnitte haben mich auch motiviert.

Was mich aber am meisten nach vorne gebracht hat, war das Projekt Motiviert Studiert. Dabei motiviere ich Studierende und zeige ihnen wie man effizient arbeitet. Das konnte ich aber nur, indem ich ihnen das Vermittelte vorlebte und somit authentisch war. In gewisser Weise kann ich sogar sagen, dass das Projekt meine Doktorarbeit gerettet hat. Ich hoffe du findest auch etwas, das dich motiviert.

 

Du kannst dir komplexe Zusammenhänge selbst beibringen

Dein Themengebiet hast du gewählt, weil es dich interessiert. Im Idealfall wirst du dafür „brennen“. Dir macht es Spaß, dich mit dem Thema auseinanderzusetzen und du merkst nicht, wie die Stunden vergehen, in denen du dich mit deiner Doktorarbeit auseinandersetzt.

In jeder Doktorarbeit wirst du dich zusätzlich mit Randthemen beschäftigen müssen, von denen du vorher keinen Plan hattest. Manchmal ist es die Statistik, die Literaturrecherche oder es sind Theorien aus benachbarten Fachgebieten. Das Wissen dazu musst du dir autodidaktisch beibringen. Du schnappst dir Bücher zu dem Thema und setzt dich eine Woche hin und versuchst die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn auch das kein Problem für dich sein sollte, muss nur noch der letzte Satz auf dich zutreffen:

 

Du kannst Kritik wegstecken

Eins kann ich dir offen und ehrlich sagen. Doktorväter sind streng und nehmen kein Blatt vor den Mund. Da heißt es: Augen zu und durch. Ein Professor ist Professor geworden, weil er gern seinen eigenen Kopf durchsetzt. Das wird auch bei deiner Dissertation nicht anders sein. Daher nimm die Kritik sportlich und versuche, das Beste aus ihr zu machen.

Fazit

Wenn du die formalen Voraussetzungen erfüllst und die vier genannten Punkte auf dich zutreffen, steht deiner Promotion nichts mehr im Wege.

Und vor allem: Wenn ich die Promotion geschafft habe, schaffst du sie erst recht!

Liebe Grüße

Daniel

 

Über den Autor:

Daniel ist seit sechs Jahren Dozent an der Uni Greifswald. Seit kurzem sogar als Doktor. Trotz seiner Witze und seines gelegentlich hervorstechenden ostdeutschen Dialekts, hat er 2015 den Lehrpreis für die Vortragsreihe Wenn ich die Uni geschafft habe, schaffst du sie erst recht! gewonnen. Seit Anfang 2016 ist er auf dem YouTube Kanal MotiviertStudiert zu sehen. Seine Artikel veröffentlicht er auf dem dazugehörigen Blog.

Daniel

About Daniel

Daniel ist seit sechs Jahren Dozent an der Uni Greifswald. Seit kurzem sogar als Doktor. Trotz seiner Witze und seines gelegentlich hervorstechenden ostdeutschen Dialekts, hat er 2015 den Lehrpreis für die Vortragsreihe Wenn ich die Uni geschafft habe, schaffst du sie erst recht! gewonnen. Seit Anfang 2016 ist er auf dem YouTube Kanal MotiviertStudiert zu sehen. Seine Artikel veröffentlicht er auf dem dazugehörigen Blog.

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