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Ein Kommentar

Mobile Recruiting - Revolution in der Personalbeschaffung?

Mobile Recruiting – Die ersehnte Revolution in der Personalbeschaffung?

| Am 18. Mai 2015

Eine Studie der Initiative D21 aus dem Vorjahr belegt, dass im Jahr 2014 rund 58 Prozent aller Befragten mindestens ein Smartphone und 26 Prozent ein Tablet besaßen, während im Jahr 2012 lediglich 24 Prozent über ein Smartphone und gerade einmal fünf Prozent über ein Tablet verfügten. Angesichts der anhand dieser Zahlen verdeutlichte Vormarsch von mobilen Endgeräten und dem damit einhergehenden Paradigmenwechsel des Nutzerverhaltens ist es unvermeidlich, dass immer mehr Menschen ihre mobilen Geräte neben für die täglich anfallenden Aufgaben auch für die Jobsuche gebrauchen. Diese Entwicklung lässt vor allem die Personalabteilungen von Unternehmen, die nach Online-Jobbörsen und Social Media Recruiting im Mobile Recruiting ein mächtiges Werkzeug zur Personalbeschaffung sehen, aufhorchen.

 

Mobile Recruiting: Mit dem Smartphone auf Jobsuche

Ähnlich wie die Online-Jobbörse oder das Social Media Recruiting gehört auch das Mobile Recruiting zu den Recruiting-Kanälen des sogenannten E-Recruiting, welches die Einberufung von Personal durch den Gebrauch elektronischer Medien und Personalsysteme vorsieht. Bei der letzteren Rekrutierungsmaßnahme soll die Kommunikation zwischen dem Arbeitgeber und den potenziellen Bewerbern zu einem großen Teil unter der Verwendung von mobilen Endgeräten wie dem Smartphone oder dem Tablet stattfinden. Die Grundannahme dieser neuen Form der Personalbeschaffung ist hierbei, dass mittlerweile nahezu jeder in Frage kommende Bewerber über ein solches Endgerät verfügt und dieses auch für die Jobsuche verwendet, während der Computer oder das Notebook immer seltener genutzt werden. Hiermit sind nicht nur aufgrund der höheren Flexibilität und dem daraus resultierenden Standardisierungsprozess Kosteneinsparungen möglich, sondern dem Arbeitgeber steht in der Regel, falls Mobile Recruiting zusätzlich betrieben wird, ein größerer Bewerberpool zur Verfügung. Zu den Maßnahmen von Mobile Recruiting zählen unter anderem Anwendungen für mobile Endgeräte, eine mobil optimierte Karriereseite sowie entsprechende Kommunikationskanäle.

 

Der richtige Gebrauch von Mobile Recruiting

Fakt ist, dass Mobile Recruiting neben einer Bandbreite an Vorteilen auch nicht ganz unerhebliche Nachteile bereithalten kann, falls die entsprechenden Maßnahmen zur Personalbeschaffung einseitig oder unzureichend installiert werden. Viele potenzielle Bewerber verfügen, obwohl mobile Endgeräte in der Gesellschaft etabliert sind, nicht über ein solches Gerät oder nutzen es beispielsweise aufgrund von Unkenntnis, dass dieses auch für die Jobsuche verwendet werden kann, nicht zu diesem Zweck. Aufgrund dessen ist es unabdinglich, dass Mobile Recruiting stets parallel zu herkömmlichen Maßnahmen der Personalbeschaffung betrieben wird, damit dem Arbeitgeber in Frage kommende Bewerber nicht entgehen. Selbstverständlich sind die Gestaltung einer mobil angepassten Karriereseite sowie die Errichtung von Kommunikationskanälen für mobile Endgeräte mit einmaligen Kosten, die jedoch je nach Angebot und Qualität variieren können, verbunden. Weiterhin muss auf eine Vielzahl von technischen Voraussetzungen geachtet werden. So muss sichergestellt werden, dass die Karriereseite möglichst einfach und modern aufgebaut ist, damit allzu langen Ladezeiten vorgebeugt werden kann, sowie, dass keinerlei Flash-Inhalte eingebunden werden, da viele Smartphones (insbesondere die iPhone-Reihe) kein Flash unterstützen. Erst sobald diese Faktoren berücksichtigt worden sind, können Vorteile wie ein breiterer Bewerberpool, eine zunehmende Standardisierung sowie eine höhere Flexibilität erreicht werden. Darüber hinaus können potenzielle Bewerber so Rückschlüsse über die mutmaßliche Kompetenz des Unternehmens machen. Ist eine Anwendung zum Beispiel nutzerfreundlich und innovativ, fühlt sich der Nutzer eher angesprochen, sodass die Chance einer Bewerbung steigt.

 

Ist Mobile Recruiting für jedes Unternehmen sinnvoll?

Namhafte Unternehmen haben bereits vorgemacht, wie Mobile Recruiting sinnvoll angewendet werden kann. Darunter fallen besonders die Unternehmen mit kreativen und innovativen Ideen auf. So erlangte ein deutscher Versicherungskonzern aufgrund einer spielerischen Anwendung, in welcher der Nutzer ein Online-Spiel absolvieren muss, bevor er eine Stellenempfehlung erhält, größere Bekanntheit. Experten sind sich allerdings einig, dass es nicht immer ganzheitliches Mobile Recruiting in Form einer eigenen Applikation, mobilen Stellenanzeigen mit QR-Codes sowie einem mobilen Bewerbungsprozess mittels Linkedin- und Xing-Verknüpfungen sein muss. In Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat jedoch die Absolventa festgestellt, das sechs von zehn Befragten das Image eines Unternehmens als negativ bewerteten, falls dieses nicht über eine mobil-optimierte Karriereseite verfügt. Diese sollte möglichst modern, zukunftsfähig, zeitgemäß und dynamisch wirken als auch jederzeit erreichbar sein. Ein solches Ergebnis ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass mittlerweile selbst Startup-Unternehmen auf mobil optimierte Unterseiten vertrauen. Daher ist eine mobil angepasste Darstellung der richtige Schritt in Richtung Mobile Recruiting. Alles was über diese Maßnahme hinaus geht, sollte die Unternehmensführung mit der Personalabteilung individuell festlegen. Denn auch wenn viele Nutzer einen Zugriff auf die Unternehmensinformationen über das mobile Endgerät als notwendig erachten, würde sich ein Großteil trotz dessen ausschließlich auf herkömmlichem Weg über den Computer bewerben.
 
 

BILD: JESHOOTS, pixabay.com

Christian Straub

About Christian Straub

Christian arbeitet bei Campusjäger im Business Development und beschäftigt sich schon seit langem mit HR-Themen. Einiges an Erfahrung konnte er bereits als Key Account Manager in der Personalberatung sammeln.

Kommentare

  1. Hi Christian,

    sehr interessanter Artikel. Ich beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Thema Mobile Recruiting.
    Als „alter“ Rekruiter ist das Mobile Recruiting sehr spannend, gerade die Veränderungen in den letzten zwei Jahren.

    Beste Grüße

    Simon

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