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Ein Kommentar

Modernes Ideenmanagement – Mitarbeiter als Ideengeber

Modernes Ideenmanagement – Mitarbeiter als Ideengeber

| Am 31. Mrz 2015

Wer kennt das Unternehmen am besten? Natürlich die eigenen Mitarbeiter! Und genau daher sind sie eine ausgezeichnete Quelle für Ideen, um Strukturen und Prozesse zu verbessern. Wie viele Ideen die eigenen Angestellten haben können, sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Insbesondere in der Mittagspause kann man oft mithören, wie sich Mitarbeiter über ineffiziente Geschäftsprozesse auslassen oder dass mal wieder ein Kunde nach einem nicht vorhandenen Service gefragt hat wie auch schon einige Kunden vor ihm. Damit sich die Angestellten nun aber nicht nur untereinander austauschen, sondern ihre Ideen und Kritiken auch dem Management bzw. der Geschäftsführung mitteilen, wird ein gut funktionierendes Ideenmanagement benötigt. Dieses muss vor allem gewährleisten, dass die Vorschläge tatsächlich in der Führungsetage ankommen.

 



Nur jede vierte Idee kommt beim Management an

Die Trendstudie „Mitarbeiter und Mitentscheider“ mit knapp 12000 Arbeitnehmern hat ergeben, dass mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung ist, dass nur etwa jeder vierte ihrer Vorschläge beim Arbeitgeber ankommt. Lediglich sechs Prozent gaben an, dass alle Vorschläge ankommen. Eine frustrierende Erkenntnis für die Arbeitgeber!

Trendstudie: Mitarbeiter und Mitentscheider

Der Großteil der Ideen bezog sich dabei auf die eigene Abteilung und genau diese Ideen sind von besonderem Interesse für ein Unternehmen. Denn hier lassen sich Prozesse effizienter gestalten und Kosten einsparen. Unter Umständen kann man sogar auf die teure Beratung einer Consulting-Firma verzichten. Es ist daher wichtig, dieses Problem bei der Wurzel zu packen und die Kommunikation zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit einem funktionierenden Ideenmanagement zu verbessern.

 

Ideenmanagement ohne Struktur ist keine Lösung

Unter dem Begriff Ideenmanagement verbirgt sich ein strukturierter Prozess zur Erfassung und Auswertung von Ideen. Ein Kummerkasten genügt da nicht!

Eine weitverbreitete altmodische Variante sind nämlich diese bekannten Vorschlagskästen, bei denen Mitarbeiter eine Idee einfach auf einen Zettel schreiben und in eine bunte Kiste werfen, die irgendwo in der Ecke steht. Anschließend muss die Geschäftsführung die Ideen mühsam auswerten. (Eine digitale Version dieses Konzepts wäre eine eigens für diesen Zweck eingerichtete E-Mail-Adresse.) Diese Art von Ideenmanagement ist allerdings nur wenig motivierend für die Mitarbeiter, da sie dadurch oft das Gefühl bekommen, dass sie ihre Vorschläge nur in einen hübsch verkleideten Dokumentenvernichter stecken. Auf der anderen Seite ist die Selektion der relevanten Ideen eine zeitaufwenige Kleinstarbeit für das Management.

 

Ursachen für das Scheitern eines Ideenmanagements liegen zum Großteil in der mangelnden Transparenz

Wenn Angestellte viele Ideen einreichen, klingt das zunächst gut, allerdings können zu große Mengen ohne ein funktionierendes System nicht zeitnah ausgewertet und verarbeitet werden. Fehlendes Feedback auf die eingereichten Vorschläge führt dann letztlich zu Frustration unter den Angestellten und dazu, dass sie ihre Ideen überhaupt nicht mehr einreichen.

Mangelnde Transparenz ist auch ein Grund, wieso die Menge an eingereichten Ideen unnötig groß ist. Denn wenn Mitarbeiter nicht sehen können, welche Idee bereits eingereicht wurde, kommt es häufig zur Mehrfachnennung der gleichen Idee. Das ist insbesondere bei aktuellen Nachrichten, die bei mehreren Mitarbeitern die gleichen Ideen induzieren, der Fall. Außerdem gilt: Wenn im Voraus nicht klargestellt wurde, welche Ideen genau gesucht werden, wächst entsprechend die Menge an irrelevanten Ideen.

 

Damit relevante Ideen zum Management finden, braucht man ein modernes Ideenmanagement

Ein zeitgemäßes Ideenmanagement besteht also nicht nur aus einem Vorschlagskasten oder einem E-Mail-Postafach. Es sollte eine umfassende Software genutzt werden, die verschiedene Werkzeuge beinhaltet:

  • Ermöglichung der Zusammenarbeit an einer Idee
  • Belohnungssystem
  • Priorisierung von Ideen
  • E-Mail-Benachrichtigungen

Ein derartiges Ideenmanagement vereint somit verschiedene Eigenschaften aus Forum, Blog und Bewertungsportal. Mitarbeiter haben Dank einer solchen Software einen guten Überblick über die eingereichten Vorschläge und deren jeweiligen Status. Sie können Ergänzungen vornehmen und Ideen bewerten.

 

Mit Ideenkampagnen kann man gezielt auf ein Problem oder Thema eingehen

Das Problem mit irrelevanten Vorschlägen lässt sich besonders gut mit sogenannten Ideenkampagnen angehen. Dabei liegt der Fokus auf einem bestimmten Problem oder Thema (z.B. zu hohe Lagerkosten). Derartige Kampagnen können als einzelne Wettbewerbe betrachtet werden, bei denen der Sieger, also der Angestellte oder das Team mit der besten Idee, einen „Preis“ gewinnen kann. In der Regel verläuft eine Ideenkampagne in fünf Phasen ab:

  1. Formulierung des Problems und Bereitstellung von Hintergrundinformationen
  2. Mitarbeiter motivieren sich an der Lösungsfindung zu beteiligen
  3. Mitarbeiter entwickeln im Team Ideen innerhalb eines festgelegten Zeitraums
  4. Evaluierung der vielversprechendsten Ideen von einem Expertenteam
  5. Implementierung der besten Idee

Bei der Teamarbeit ist es besonders wichtig, dass weitestgehend auf negatives Feedback verzichtet wird, um die Motivation und das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht zu stören. Für innovative Ideen sollte das Team am besten aus Mitarbeitern verschiedener Abteilungen zusammengesetzt werden.

 



Fazit

Um Angestellte als Quelle für Innovationen nutzen zu können, bedarf es einem durchdachten Ideenmanagement. Dieses funktioniert aber auch nur dann ,wenn die Unternehmenskultur innovativ eingestellt ist. Dazu gehört eine aktive interne Werbung für Innovationen und ein dafür zur Verfügung gestelltes Budget. Abschließend sollte erwähnt werden, dass es keine universale Lösung gibt und das Ideenmanagement zur Organisationsstruktur und Unternehmensgröße passen muss.

 

Artikelbild: Erdbeermarmelade / photocase.de

Christian Straub

About Christian Straub

Christian arbeitet bei Campusjäger im Business Development und beschäftigt sich schon seit langem mit HR-Themen. Einiges an Erfahrung konnte er bereits als Key Account Manager in der Personalberatung sammeln.

Kommentare

  1. Existenzgründerberatung Koblenz

    Eine sehr schöne Erklärung des Ideenmanagements. In Hinblick auf ein Ideenmanagement, macht auch die Auseinandersetzung mit den Fördermitteln aus unternehmensWert:Mensch sehr viel Sinn.

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