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Praktikumsverträge ab 2015

Praktikumsverträge ab 2015 – Hier müssen Unternehmen anpassen

| Am 24. Feb 2015

Mit dem Jahreswechsel kam der Mindestlohn. Und damit kann Unternehmen auch der Einsatz von Praktikanten, Bacheloranden und Masteranden ab Januar 2015 deutlich mehr kosten. Da einige wenige Praktikumsformen vom Mindestlohn ausgenommen sind, sollten Unternehmen im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht klären, ob die Ausnahme auch tatsächlich zutrifft. Der Artikel zeigt, welche Möglichkeiten Unternehmen haben, um ihren Einstellungsprozess und die Praktikumsverträge entsprechend anzupassen.

 

Im Praktikumsvertrag muss ab 2015 das Lehr- und Ausbildungsziel genannt sein

Für die Einstellung von Praktikanten – egal ob für ein freiwilliges Praktikum oder ein Pflichtpraktikum – schreibt das Nachweisgesetz einen schriftlichen Praktikumsvertrag vor, der vor Aufnahme des Praktikums geschlossen werden muss. Diese neuen Regelungen sind bereits seit August 2014 in Kraft.
Folgende Punkte müssen mindestens darin geregelt sein (§ 2 Abs. 1a):

  • der Name und die Anschrift der Vertragsparteien
  • die mit dem Praktikum verfolgten Lern- und Ausbildungsziele
  • Beginn und Dauer des Praktikums
  • Dauer der regelmäßigen täglichen Praktikumszeit
  • Zahlung und Höhe der Vergütung
  • Dauer des Urlaubs
  • ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Praktikumsverhältnis anzuwenden sind

Der Passus, der das Lehr- und Ausbildungsziel benennt, kann beispielsweise wie folgt formuliert sein:

Beispiel:

Lern- und Ausbildungsziele des Praktikums sind die Durchführung von Recherchen zu Kundensegmenten und Marktanteilen sowie der Erwerb von allgemeiner Praxiserfahrung in den Bereichen Marketing und Vertrieb eines Startups.

 

Pflichtpraktika sollten vom Studenten belegt werden können

Um sicherzugehen, dass die Studienordnung tatsächlich ein Pflichtpraktikum vorschreibt, sollten Unternehmen sich mit der Immatrikulationsbescheinigung auch die Studienordnung vorlegen lassen. Wichtig für Unternehmen ist die genaue Formulierung in der Studienordnung. Wird ein Praktikum für den Studienfortschritt empfohlen, ist dies nicht gleichbedeutend mit einem „Pflichtpraktikum.“ Alternativ kann die Fakultät das Pflichtpraktikum zur Vorlage beim Unternehmen bestätigen. Damit kann bei späteren Kontrollen auch der Nachweis erbracht werden, dass es sich um ein Pflichtpraktikum gehandelt hat.

Für Abschlussarbeiten im Unternehmen gilt das Gleiche

Soll der Praktikant seine Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben, gelten im Prinzip die gleichen Regeln. Bis zu drei Monaten können Bacherloranden und Masteranden für praxisbezogene Abschlussarbeiten eingestellt werden, ohne dass der Mindestlohn fällig wird, wenn sie nicht zuvor bereits ein Praktikum im Unternehmen absolviert haben. Dauert die Arbeit länger, als dieser Zeitraum, entsteht ab dem ersten Tag ein Anspruch auf Mindestlohn. Auch hier sollte das Lehr- und Ausbildungsziel im Vertrag benannt sein:

Beispiel:

Lern- und Ausbildungsziele des Praktikums im Marketing sind die Durchführung der Bachelorarbeit zum Thema „Markenbildung in Startups“ sowie der Erwerb von allgemeiner Praxiserfahrung in den Bereichen Marketing und Vertrieb eines Startups.

 

Fazit

Praktikumsverträge müssen ab 2015 neuen Anforderungen genügen. Die Anpassung der Vertragstexte sollten Unternehmen zeitnah angehen, da bei jahresübergreifenden Praktikumsverhältnissen gleichsam gilt, dass der Praktikantenvertrag ab Januar 2015 den neuen gesetzlichen Anforderungen entsprechen muss. Zudem sollten sich Unternehmen den Charakter des Praktikums vom Studenten bestätigen und das Vorliegen eines Pflichtpraktikums von der Universität bescheinigen lassen.

 

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Disclaimer

Die Hinweise gelten für Studenten, die an einer Hochschule oder Universität eingeschrieben sind. Für Praktikanten, die vor der Aufnahme oder nach dem Abschluss eines Studium stehen, gelten teilweise andere Regelungen.
Dieser Artikel wurde mit größter Sorgfalt erstellt, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Er ist als praxisnaher Überblick zu verstehen. Dies entbindet den Verwender jedoch nicht von der sorgfältigen eigenverantwortlichen Prüfung bei der Aufnahme einer Praktikantin oder eines Praktikanten. Campusjäger übernimmt daher keine Haftung, auch die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist grundsätzlich ausgeschlossen. Eine erste Rechtsberatung bieten die IHK und niedergelassene Rechtsanwälte an.

BILD: sxc, freepik.com

Christian Straub

About Christian Straub

Christian arbeitet bei Campusjäger im Business Development und beschäftigt sich schon seit langem mit HR-Themen. Einiges an Erfahrung konnte er bereits als Key Account Manager in der Personalberatung sammeln.

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