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Qualitätssiegel für gute Arbeitgeber

Qualitätssiegel für gute Arbeitgeber

| Am 09. Apr 2015

Inzwischen gibt es weit über hundert verschiedene Arbeitgeber-Siegel von diversen Anbietern. Da stellt sich die Frage, wie man hier noch den Überblick bewahren soll und was ein Siegel für Arbeitgeber überhaupt bringt. Der folgende Artikel soll Aufschluss über dieses noch recht junge Thema geben.

 

Eine gesetzliche Definition von Begriffen wie Gütesiegel oder -label sucht man vergebens

Üblicherweise wird ein Gütesiegel als Zeichen für die Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung betrachtet. Es kann auch für ein besonderes Engagement eines Unternehmens stehen. Ein solches Siegel hat einen positiven Einfluss auf die Kaufentscheidungen der Konsumenten, da es Informationen und daher eine gewisse Sicherheit vermittelt.

Ein Arbeitgeber-Siegel ist somit in erster Linie ein Zeichen für die Qualität eines Arbeitgebers und reduziert die Hemmungen eine Bewerbung abzuschicken. Es kann auch dazu dienen die Bekanntheit eines Unternehmens zu verbessern, insbesondere wenn das Siegel mit einem öffentlich einsehbaren Ranking verbunden ist.

 

Qualitätssiegel für gute Arbeitgeber werden über verschiedene Wege vergeben

Traditionell repräsentieren Siegel die Einhaltung bestimmter Standards. Ein derartiges Siegel wird z.B. von der Evangelischen Kirche Deutschland vergeben.

Umfragen sind eine weitere Möglichkeit, die Qualität einer Firma als Arbeitgeber zu ermitteln. Dabei können entweder die Mitarbeiter der Firma selbst über die Zufriedenheit am Arbeitsplatz interviewt werden, oder das Firmenimage wird auf Basis der öffentlichen Meinung ermittelt. Letzteres kann sogar durchgeführt werden, ohne dass sich Unternehmen explizit anmelden müssen. Wenn die Mitarbeiter befragt werden, kann ein Siegel automatisch für die Erreichung eines festgelegten Durchschnittswerts vergeben werden. Beispielsweise bieten Jobvoting.de und Companize.com „Top Arbeitgeber“ – Auszeichnungen an, welche auf Mitarbeiter-Bewertungen basieren. Dabei wird automatisch jedes Unternehmen aufgenommen, für das es Bewertungen gibt.

Arbeitgeber-Wettbewerbe stellen einen anderen Weg zur Vergabe von Siegeln dar. In der Regel werden dabei Personaler und/oder Angestellte bzgl. verschiedenster Kriterien befragt. Der Herausgeber des Siegels bewertet anschließend die Ergebnisse der teilnehmenden Firmen.

 

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Oft kostet ein Siegel Geld

Allein schon die Teilnahme an einem Wettbewerb kann einen fünfstelligen Betrag kosten. Es gibt natürlich auch Wettbewerbe, bei denen man schon ab etwas über 100 Euro dabei ist, allerdings ist nach oben sehr viel Luft im Preisrahmen. Welchen Schluss kann man daraus ziehen? Manche Siegel können sich nur große Unternehmen leisten. Kleine Unternehmen, die eigentlich sehr gute Arbeitgeber sind, haben dabei überhaupt keine Chance hierfür ausgezeichnet zu werden.

Auch Siegel, die die Erfüllung bestimmter Standards bescheinigen, können über 10000 Euro kosten und sind dabei unter Umständen noch auf einen Zeitraum von wenigen Jahren begrenzt. Siegel dieser Art sind nur selten komplett gebührenfrei. Selbst das Siegel der Evangelischen Kirche kostet zwischen 2000 und 3500 Euro.

 

Die Aussagekraft mancher Arbeitgebersiegel ist oft nur gering

Große Unternehmen wie Audi, die eine gute Arbeitsatmosphäre bieten, sind dafür in der Öffentlichkeit meist schon bekannt und haben entsprechend nur selten Bedarf an Arbeitgeber-Siegeln. Außerdem gewähren viele Institutionen, die Arbeitgebersiegel verteilen, nur wenig Einblick in ihr Vergabesystem. Gut informierte Bewerber betrachten daher solche Gütesiegel mit einer gewissen (und berechtigten) Skepsis. Auszeichnungen die nur auf Mitarbeiterbewertungen beruhen wirken da noch am seriösesten.

 

Der Großteil der Bewerber empfindet ein Qualitätssiegel aber durchaus als positives Signal

Eine Analogie kann man aus den Bio-Produkten im Supermarkt ziehen, denn auch hier gibt es das ein oder andere „Siegel“, das nach etwas Recherche als eher willkürlicher Aufdruck entlarvt werden kann. Konsumenten, die sich die Mühe machen genauer zu recherchieren, sind allerdings in der Unterzahl. Produkte mit einem Bio-Aufdruck landen somit durchschnittlich öfter im Einkaufswagen als Produkte ohne einen solchen Aufdruck, egal ob hinter dem Siegel ein namhaftes Institut streckt oder nicht. Selbstverständlich spielt der Bekanntheitsgrad des Siegels bzw. des Instituts eine Rolle, aber ein Siegel ist immer noch besser als kein Siegel. Gleiches scheint letztendlich auch bei Qualitätssiegel für gute Arbeitgeber Anwendung zu finden.

 

Fazit

Wie stark die Wirkung eines Siegels tatsächlich auf potentielle Bewerber ist, wurde bisher noch nicht hinreichend untersucht. Es gibt meist nur kleinere Umfragen, die die Frage gestellt haben, was Menschen denn von Arbeitgeber-Siegeln eigentlich halten. Dabei münzt der Großteil den Siegeln bisher nur wenig Bedeutung zu. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist es aber durchaus empfehlenswert, sich ein kostenloses umfragenbasiertes Siegel zu holen und die Mitarbeiter zu Bewertungen zu animieren.

 

Artikelbild: .marqs / photocase.de

Christian Straub

About Christian Straub

Christian arbeitet bei Campusjäger im Business Development und beschäftigt sich schon seit langem mit HR-Themen. Einiges an Erfahrung konnte er bereits als Key Account Manager in der Personalberatung sammeln.

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