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Mit Crowdfunding dein Startup finanzieren

Mit Crowdfunding dein Startup finanzieren

| Am 09. Jan 2017

Wenn Geld für die Existenzgründung benötigt wird, landen viele Gründer bei Banken und Sparkassen. Doch Kredite passen nicht für alle Gründungen, gerade wenn sie nicht zur Standardkost gehören. Für innovative Ideen und Geschäftsmodelle kann Crowdfunding eine echte Alternative sein.

Crowdfunding ist eine Finanzierungsart, die häufig mit Schwarmfinanzierung übersetzt wird. Viele Menschen geben jeweils kleine Beträge an ein Projekt, das auf einer Online-Plattform präsentiert wird. Dort stellen angehende Gründer ihre Geschäftsidee oder ein Geschäftsmodell vor und werben unter den Community-Mitgliedern Geld ein.

Besonders spannend: Jeder kann sein Projekt auf den entsprechenden Plattformen vorstellen – am Ende entscheidet die Crowd, ob die Sache durch die Decke geht oder eine Luftnummer ist. Das ist auch gleich der erste Vorteil vom Crowdfunding. Es ist eben noch viel mehr als nur ein Finanzierungsmodell!

Welche Vorteile bietet Startup-Crowdfunding?

Erster Proof of Concept

Wenn dir ein Geldgeber über die Crowdplattform Geld zuschießt, dann hat er seine Gründe dafür. Das kannst du als ersten Hinweis verstehen, dass Menschen an deine Idee glauben. Außerdem, je nach Kampagne, werden sie sich dafür aussprechen, später dein Kunde zu werden. Das gibt dir einen Eindruck, ob überhaupt irgendjemand da draußen deine Geschäftsidee verstanden und für umsetzbar gehalten hat. Wenn nur eine winzige Summe zusammenkommt, hast du vielleicht seit Wochen oder Monaten ein totes Pferd geritten. Jetzt bekommst du die Chance zum Aufwachen!

Finanzierung noch in der Entwicklungsphase

Oft gibt es bei Crowdfunding-Projekten bereits einen Prototyp, der zumindest die Grundfunktionen des Endprodukts erfüllt. Aber darüber hinaus wird i.d.R. noch entwickelt und weiterhin ausprobiert, bis die Marktreife erreicht ist. In dieser Phase kann mit Crowdfunding ein Sicherheitsnetz geschaffen, das dir die Finanzierung der Entwicklung und deinen Lebensunterhalt sichert.

Frühe Aufmerksamkeit

Aufregende Kampagnen schaffen es regelmäßig in die Berichterstattung analoger und digitaler Medien. Das kann Interessenten und mögliche Crowdinvestoren auf deine Projektseite locken. Außerdem kannst du dir bereits einen ersten dünnen Stamm loyaler Fans aufbauen, die genau auf dein Projekt abfahren und wie du selbst mit Begeisterung dem Erreichen des Finanzierungsziels entgegenfiebern.

100 % Kontrolle: alles Deins

Anders als bei der Risikofinanzierung werden beim Crowdfunding keine Anteile ausgegeben. Es existieren damit keine Anteilseigner, die Mitbestimmungsrechte haben. Die Vorstellung, dass hunderte Entscheider ein Unternehmen leiten, ist nachvollziehbar absurd.
Du bleibst also dein eigener Herr. Kein Finanzier kann in deine Entscheidungen hineingrätschen.

Innovative Ideen haben Chancen

Das ist aus unserer Sicht der größte Vorteil des Crowdfundings für innovative Startups. Frische, neue Ideen, die das Potenzial zum Abschaffen althergebrachter Lösungen besitzen, könnten in der klassischen Kreditfinanzierung in den Schredder geraten. Motto: „Das gibt der Markt nicht her, dafür geben wir keinen Cent!“ Dagegen wird eine Masse aus möglichen späteren Endkunden, die Crowd, das Projekt eventuell positiver bewerten.

Vor allem sogenannte Fintechs sind solche Altlösungsvernichter. Sie sind gerade dabei, den Bankenmarkt tüchtig umzukrempeln. Ob Banken scharf darauf sind, derlei Projekte zu finanzieren, die ihnen womöglich wichtige Marktanteile abnehmen?

Mini-Finanzierungen sind möglich

Nicht jeder braucht gleich 500.000 EUR, um sein Traumprojekt umzusetzen. Gerade kleine Filmproduktionen, Kunstprojekte, Buch-Lektorierungen oder spezielle Musikalben konnten in der Vergangenheit erfolgreich finanziert werden.

Viele Anbieter

Der Markt der Crowdfunding-Plattformanbieter ist riesengroß. Eine Übersicht nach Spezialkategorien (Sport-Plattformen, regional-orientierte Dienstleister u.v.m.) findest du, neben den klassischen Anbietern von Crowdfunding, bei crowdfunding.de .

Übrigens gibt es vier Crowdfunding-Arten:

  • Spenden-Crowdfunding: Diese spendenbasierte Variante ist eher für gemeinnützige Zwecke geeignet, da es keine direkte Gegenleistung gibt.
  • Klassisches Crowdfunding: Die belohnungsbasierte Version verspricht für die Teilnahme eine konkrete Gegenleistung – oft das Produkt selbst.
  • Crowdinvesting: Mit dem Wort Investieren im Namen geht es bei dieser Investitionsspielart darum, am späteren finanziellen Erfolg des Unternehmens beteiligt zu werden.
  • Crowdlending: Hierbei tritt die Crowd als Geldverleiher auf. Dieser „Kredit“ wird bei diesem leihbasierten Modell mit einem erfolgsunabhängigen, festen Zins belegt.

Welche Herausforderungen hat Crowdfunding?

Schöne neue Welt des Crowdfundings! Natürlich gibt es auch dort ein paar Dinge, die du vor dem Kampagnenstart bedenken solltest und die deine Idee sogar nachhaltig schädigen können.

Gebühren der Plattform

Es ist nur natürlich, dass ein Dienstleister Geld verdienen möchte. Die Plattformen sind da nicht anders und verlangen meist bei erfolgreichem Kampagnenabschluss (=Finanzierung) die Transkaktionskosten und darüber hinaus eine Provision. Je nach Höhe der Investmentsumme kommen hier tausende von Euro zusammen. Wenn die am Ende der Kampagne vom Plattformbetreiber einbehalten werden, müssen manche Menschen schlucken. Du nimmst es natürlich locker und sagst Danke.

Marketing-Aufwand

Eine richtig gute Crowdfunding-Kampagne beginnt mit knackigen Texten, exzellenten Fotos und einem gut gemachten Video. Wer hier schon lustlos das Nötigste hinschreibt läuft Gefahr, nicht zu begeistern. Nicht weniger als das muss deine Kampagne aber – ganz anders als beim schnöden Kreditantrag mit dem anzugtragenden Sachbearbeiter. Die Community will, wenn nicht vom Hocker gerissen, zumindest emotional berührt werden. Das kostet Kreativität, Zeit und meist auch Geld.

Risiko des Scheiterns: Leer ausgehen

Die gute Nachricht: In der Regel entstehen dir keine Kosten, wenn die Kampagne ihr gesetztes Ziel nicht erreicht. Die schlechte Nachricht: Du bekommst auch keinen Cent. Dann hast du sicher viele kostbare Erfahrungen gesammelt, stehst aber noch immer ohne Geld da. Und im schlimmsten Fall hast du noch den nächsten Punkt am Hals.

Möglicher Imageschaden

Du kennst das Wort Shitstorm. Manchmal laufen die Dinge einfach aus dem Ruder. Beim Crowdfunding kann das bedeuten, dass du zuschauen kannst, wie immer mehr Seltsames und Undankbares zu deiner Idee geschrieben wird. Da dein Name sicherlich mit von der Partie ist und das Internet nicht vergisst, solltest du nicht ganz blauäugig an so ein Projekt herangehen und mit ausgestreckten Fühlern kommunizieren. Ist dein Finanzierungsziel angemessen? Präsentierst du offen genug oder wirkt das alles auf Externe, als willst du ein Hundekochstudio eröffnen – mit den Hunden IN den Kochtöpfen? Versetze dich in dein Zielpublikum, sei emphatisch und ehrlich. Dann stehen deine Chancen gut!

Fazit: Mal anschauen

Summa summarum empfehlen wir, Crowdfunding als echte Finanzierungsalternative anzuerkennen. Es ist schon längst keine Spielwiese mehr nur für seltsame Künstler und sonderbare Social Entrepreneure. Die Smartwatch Pebble, das Kartenspiel Exploding Kittens oder Serien-Formate, die Kinder fürs Lesen begeistern sollten, haben Millionen eingesammelt. Aber auch kleine Kiez-Dokumentarfilme oder besondere Terminplaner haben erfolgreiche Kampagnen gefahren. Wie gesagt, am Ende liegt es daran, ob du die Menschen begeistern kannst.

Ebenso ist die Finanzplanung ein wichtiger Bestandteil deines Businessplans und sollte wie der Rest sorgsam durchdacht sein, da sie den Anfang deines Unternehmens darstellen. Und da der Anfang bekanntlich das schwierigste ist, unterstützt dich das Team von SmartBusinessPlan dabei, die Basis für dein Unternehmen zu legen. Ohne Vorwissen kannst du direkt loslegen und dich an verschiedenen Mustern orientieren, um einen Businessplan zu erstellen, der genau zu dir und deinem Unternehmen passt.

 

Oliver Bodenhaupt

About Oliver Bodenhaupt

Oliver Bodenhaupt ist Ansprechpartner für Gründer bei SmartBusinessPlan (https://smartbusinessplan.de/). Seine Spezialgebiete sind Entrepreneurship und User Experience Design. Neben der Arbeit geht er zum Bouldern in Berlin.

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